Gestern abend hatte ich einmal mal mehr das manchmal leidige Vergnügen, ein Kurzprofil von mir zu erstellen, diesmal für einen Kennenlern-Workshop von Professoren aus mehreren Fachbereichen unserer Hochschule, die demnächst zusammengeworfen werden sollen. Dazu zu gegebener Zeit mehr. Manchmal ist es jedoch hilfreich, ein solches Profil zu erstellen, denn man wird doch ein wenig zum Nachdenken gezwungen.
So sollte ich in zwei Sätzen meine aktuellen wissenschaftlichen Leidenschaften beschreiben. Der erste war klar: „Social Software in Unternehmens- und Nonprofit-Kommunikation sowie in der Lehre.“ Am zweiten bin ich etwas länger gesessen und habe dann etwas über die Vermittlung von Wissenschaft im Sinne des Open Science-Gedankens fabuliert. Dieser Ansatz ist – neben dem Spieltrieb – für mich Motivation, hier, dort, da drüben oder (seltener inzwischen) da zu schreiben. Ok, ein bisschen Eigen-PR ist auch dabei…
Allerdings ist das so eine Sache mit wissenschaftlichen Texten, die z.B. in Sammelbänden oder Fachzeitschriften erscheinen. Nicht immer ist es möglich, sie (gleich) zu veröffentlichen. Das ist bedauerlich, aber bis zu einem gewissen Grad (im Sinne der Verlage) auch nachvollziehbar. Wie also umgehen damit?
Ich möchte gern einen Mittelweg gehen und Artikel, die mir wichtig sind und die beispielsweise in Zeitschriften oder Büchern veröffentlicht werden, künftig entweder in einer Pre-Print-Fassung hier zur Diskussion stellen oder nach einer gewissen Schamfrist den veröffentlichten Text zum Download anbieten. Hierüber werde ich mit den jeweiligen Herausgebern sprechen. Mit zwei bereits veröffentlichten Artikeln werde ich in Kürze beginnen – schließlich arbeite ich für die Öffentlichkeit (die mich ja auch bezahlt). Hinzu kommt, dass bei den Themen, mit denen ich mich beschäftigte, ohnehin besonders schnell die Korrosion droht.
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