Newsletter: Medienbruch überwinden

Nach einigen Tagen ohne Internet bin ich nun soweit, auch einige der Newsletter zu lesen, die sich in meiner Mailbox angesammelt haben. Einen fand ich diesmal besonders interessant und wollte auf einen Artikel daraus an dieser Stelle verlinken. Doch das geht nicht. Warum? Weil die Macher des Newsletters das Ding zwar per E-Mail versenden, aber es noch lange nicht online stellen. Künstlich produzierter Medienbruch also.

Leider stößt man noch immer auf solche Beispiele. Und sicher wird so Potenzial verschenkt. Bei Pressemitteilungen hat es sich herumgesprochen, dass diese zu dem Zeitpunkt online sein müssen, zu dem sie versandt werden. Bei Newslettern muss das meiner Meinung genauso sein. In meinem Beispiel, dem Newsletter Online-Fundraising ist die Sache doppelt peinlich: Nicht nur, dass im Netz die Ausgabe vom Dezember 2006 als neueste steht, sondern er hat dank Frames nicht mal eine eigene URL, so dass ich nur auf die – übrigens lesenswerte – Startseite Online-Fundraising linken kann. Trotz aller inhaltlicher Qualität ist das Web o.5.

Was sind die Nachteile? Internet-Surfer, die den Newsletter noch nicht abonniert haben, bleiben zunächst außen vor und denken, seit Dezember hat sich nichts mehr getan. Und natürlich ist das Ganze extrem suchmaschinen- und Blogger-feindlich. Denn Content, den ich nicht verlinken kann, blogge ich viel weniger gern.

Abhilfe könnte ein CMS schaffen, das es erlaubt, News „auf Vorrat“ einzupflegen und dabei neben der Publikationszeit auch den Publikationsort festzulegen. Ist dabei ein Newsletter-Tool integriert, lässt sich beispielsweise festlegen, welche Nachrichten zum festgelegten Zeitpunkt im Newsletter versandt werden und welche davon vielleicht sogar auf der Startseite der Website angeteasert wird. So wird der Newsletter populärer (und wertiger), und auf der Startseite gibt es öfter frischen Content, so wie zum Beispiel hier.


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