Der Inhaber der Firma e-trinity, die in den letzten Tagen aufgrund von Spam-Vorwürfen ins Visier vieler Blogger geraten war, hat mir soeben versichert, einen wichtigen Kritikpunkt an seiner Software Blog Blaster auszuräumen: Demnach sollen in der Software nun keine Weblogs mehr erscheinen, deren Betreiber der „Werbeschaltung“ nicht ausdrücklich zugestimmt haben.
Ich bin kein Software-Experte, habe aber den Eindruck, dass diese Lösung akzeptabel sein müsste. Seit meinem Fax an die Firma e-trinity gestern habe ich mehrere Mailwechsel mit ihrem Inhaber gehabt und den Eindruck gewonnen, dass ihm nach dem Blogsturm der vergangenen Tage sehr daran liegt, das Problem zu lösen und aus der Spam-Ecke herauszukommen. Ich neige dazu, die Sache damit auf sich beruhen zu lassen.
Für alle, die sich für das Thema näher interessieren, dokumentiere ich hier die wichtigsten Passagen unserer heutigen Mail-Kommunikation:
TP, 11:44 Uhr: „Ich habe Ihre Stellungnahme in meinem Blog veröffentlicht und kommentiert, da mit Ihrer Antwort aus meiner Sicht noch viele Fragen offen bleiben. Bitte beachten Sie, dass ich einen Eintrag meines Blogs in Ihrer Software nicht akzeptiere. Außerdem bitte ich Sie, mir offenzulegen, wie Sie bisher verhindert haben, dass Weblogs, die in Ihrer Software ohne Zustimmung zu Werbung gelistet sind, auch tatsächlich keine Werbung erhalten. „
e-trinity, 11:52 Uhr: „es wird bei jeder Seite überprüft ob uns die Erlaubnis des Besitzers vorliegt. Dies wird auch noch etwas deutlicher in einer neuen Version der Software die ich vor 2 Tagen veröffentlich habe. Ich denke es wird ebenfalls das beste sein die Google Suche ganz aus der Software zu entfernen da diese wirklich den Eindruck einer Spam-Software hinterlassen. Somit wären dann auch nur noch die tatsächlich verwendeten Seiten in der Software zu sehen was viele Blogger beruhigen sollte. Zudem habe ich durch die Diskussionen in den letzten Tagen festgestellt, dass egal wie ich erkläre dass die Software kein Spam verschickt – dennoch bei vielen Bloggern der Eindruck entsteht aufgrund meiner doch recht auf Marketing ausgelegten Webseite. Das Produkt war für den US Markt gedacht – dort gibt es auch keine Probleme mit Bloggern etc. Dennoch ist hier die Emotionalereaktion der Blogger sehr groß und negativ – so dass ich überlege das Programm einzustellen. Es bringt momentan mehr Ärger als Profit – den ich wirklich niemals damit erzeugen wollte.“
TP, 12:52 Uhr: „Tatsächlich erweckt die Software großes Misstrauen, wie Sie auch an meiner Reaktion gemerkt haben. Dieses hat sich durch das Zitat von Mario Sixtus aus der Bedienungsanleitung des Programms nochmal vergrößert. Ich nehme also Ihre Antwort als Zusage, mein Blog bzw. Blogs, die nicht in das Programm hineingehören (= Google Suchergebnisse ohne Zustimmung zu Werbung), aus der Software zu entfernen. (…)“
e-trinity, 13:06 Uhr: „… gerne entferne ich die Google Ergebnisse aus der Software – dies scheint mir sinnvoll. Ich werde es noch heute ändern und die neue Version auf den Server hochladen. Sie haben hiermit meine Zusage. Ich werde Sie dann noch einmal anschreiben, sobald ich dies getan habe.
Falls möglich können Sie versuchen die Community darüber zu informieren – Ich hoffe wirklich durch diesen Schritt die Gemüter zu besänftigen und ein wenig dazu beizutragen, dass meine Software als Spam Programm dargestellt wird.“
e-trinity, 13:50 Uhr: „Ich habe nun die Google suche aus meiner Software entfernt und es werden nun nur ein paar meiner eigenen Blogs in dei Software geladen – diese Ergebnisse stammen von meinem Server etrinity.com.
Die neue Version habe ich auf den Server hochgeladen.“
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