Wuff: Hundefutter-Blog

Ok, jetzt muss ich mich outen: Ich bin kein Hundebesitzer. Deshalb darf ich mir vermutlich kein Urteil erlauben, wie sinnhaft die Bezeichnung „Superpremium-Hundefutter“ für das Produkt „Perfect-Fit Dog“ ist, das im kommenden Jahr in die Regale kommen soll. Nein – bloss nicht: Ich werde es auch nicht verkosten. Wie, was?

Also: Masterfoods (Mars, Milky Way, Sheba, Whiskas etc.) führt gerade ein neues Hundefutter ein. Und begleitet dies mit einem Blog. So etwas kennen wir längst von jedem neuen Web 2.0-Tool; im internetfernen B2C-Markt ist eine solche kommunikative Begleitung einer Produkteinführung jedoch noch nicht alltäglich. Aber, so muss sich die PR-Agentur Edelman gedacht haben, auch Blogger sind Konsumenten, und sollten im Netz angesprochen werden. Gebloggt wird übrigens nicht von den PR-Beratern sondern vom „Junior Brand Manager“ für das neue Futter.

So weit, so gut. Das Blogger Relationship-Building geht übrigens so weit, dass man das Futter für einen Sechs-Wochen-Test kostenlos beziehen kann. Ein wenig erinnert das manchen vielleicht an den Opel-Test. Aber der Haltungsturner hat eine so nette Formulierung in sein Posting gebracht, dass sich so mancher ein leichtes Lächeln nicht verkneifen kann:

„Markus Brefort bloggt dazu und lädt Blogger ein, das neue Hundefutter zu testen…“

Ob das nun beim Formulieren bewusst zweideutig angelegt wurde und dieser Satz der Haken ist, an dem sich Blogger festbeißen sollten (so wie ich gerade)? Frank Hamm jedenfalls ging es ähnlich wie mir und hat das Ganze besonders nett aufgespießt und schlägt eine nette Brücke vom Fake Blog zum Fake Dog. Bin gespannt, wie sich das Blog entwickelt und die Gemeinde auf diesen Ansatz reagiert…

[[edit 11.4.07: Da ausgerechnet dieser Beitrag von Spam Robots geliebt zu werden scheint, habe ich hier die Kommentare geschlossen]]

5 Kommentare

  1. Dass sich schlechte Erfahrungen übers Netz schnell verbreiten, sehe ich auch so. Allerdings halte ich diesen Punkt nicht für ein schlagendes Argument gegen ein solches Blog (da mag es andere geben). Denn die wirklich schlechten Erfahrungen tauchen im Zweifel auf Konsumentenseiten oder in vielen, vielen Blogs von Privatleuten auf. Wenn Sie dann in Google nach dem Markennamen suchen, finden Sie all die negativen Bemerkungen – gleich welcher Herkunft. Da kann ein eigenes Blog sogar gegensteuern helfen.

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  2. Da gibt es viele (umgekehrt auch einige, die dafür sprechen). Ein paar Gründe gegen ein (Business) Blog: Wenn man kein vernünftiges inhaltliches Konzept hat (anders ausgedrückt: das ausgewählte Thema nicht wirklich trägt), wenn man nicht genügend Zeit für ein Blog hat oder sich eigentlich gar nicht auf Feedback von bzw. Diskussionen mit Lesern einlassen möchte. Gegen ein Business Blog spricht sicher auch, wenn man damit seine Zielgruppen bzw. seine Kommunikationsziele nicht erreichen kann.

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