Lesetipp: Mobilisierung der Wissensarbeit

Wer für heute abend noch gute (Fach-)Literatur sucht: Es gibt eine neue Ausgabe des Online-Medienmagazins Neue Gegenwart. Thema diesmal: Mobiles Leben und dessen Bedeutung – auch für die Medien. Unter anderem gibt es ein Interview zum mobil genutzten Internet mit Jochen Wegner (Focus online).

Besonders vermerken will ich auch einen Beitrag meines Kollegen Steffen Büffel, mit dem mich mehr verbindet als der Hard bloggin‘ Scientists-Button, wie mir nach der Lektüre seines Artikels zur Mobilisierung der Wissensarbeit einmal mehr bewusst wurde. Er beschreibt nicht nur in wohl formulierten Sätzen die aktuelle Entwicklung, sondern geht vor allem auf die Herausforderung für uns Lehrenden ein:

„Die Wissensarbeiter der Zukunft kommen an die Hochschulen bereits voll ausgestattet mit Laptop, Smartphone, iPod, einem StudiVZ-Account, manchmal sogar mit einem eigenen Blog, aber auf jeden Fall mit dem Wissen über die Allzweck-Zitierwaffe Wikipedia.“

Sein Szenario für die Hochschullehre:

„Adieu Referateseminar, adieu Frontalunterricht. Sender und Empfänger, Lehrende und Lehrende wechseln die Rollen, Diskussion steht im Fokus der Präsenzlehre. Ein Wiki bildet die Ergebnisse ab, ist dynamisches Sammel- und Wachstumsorgan für das gemeinsam erarbeitete Wissen. Blogs von Studierenden und Lehrenden zum Thema betonen die persönlichen Sichtweisen und Meinungen, geben den Einzelnen eine Leinwand für die eigene Identität, RSS aggregiert, bündelt. Social Bookmarking und Tagging dokumentiert die Reisen in den Recherchepools der Bibliotheken und Onlinedatenbanken, Präsentationen als Audio- und Videopodcast für die Nachwelt, Sprechstunden auch als Instant Messaging. „

Wir üben beide damit…

Aber genauso wichtig ist aus meiner Sicht die andere Seite der Medaille, die Christiane Schulzki-Haddouti vorführt, wenn sie deutlich macht, wie sehr wir uns selbst überwachbar machen, aber auch wie abhängig wir von der Technik sind.

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