Tagung zu Lobbying und PR

Der Eichstätter Politikwissenschaftler und Pädagoge Prof. Dr. Ulrich Bartosch organisiert gemeinsam mit der Akademie Tutzung eine Tagung zu Lobbying und PR. Netter Untertitel: „Interessenvertretung für Gott und Welt“. Die Veranstaltung ist gleichzeitig das Zweite Weltinnenpolitische Colloquium, also eine Veranstaltung ganz im Sinne des Denkens des kürzlich verstorbenen Carl Friedrich von Weizsäcker, über dessen Theorie des Friedens Bartosch promoviert hat. Worum geht es? Ich mache mir’s einfach und zitiere die Veranstalter:

„Das Lobbying partikularer Interessen wird zunehmend befragt nach Transparenz, Verantwortung und Artikulation gemeinsamer und künftiger Belange der Menschheit. Lobbying vollzieht sich meist abseits der Öffentlichkeit und somit ohne Gewähr für einen Interessensausgleich. Da illegitime Einflussnahmen nicht selten sind, ist das Verhältnis von Lobbying und Demokratie gespannt. Das 2. Weltinnenpolitische Colloquium möchte daher den Nutzen und Schaden von Lobbying mit Experten diskutieren. Wie können sich Themen artikulieren, die in unserem langfristigen Interesse liegen und hinter denen keine finanzstarken Gruppierungen stehen?“

Auf dem Programm stehen einige bekannte Namen, die sprichwörtlich Lobbyisten für Gott und die Welt repräsentieren: Die Zigarettenindustrie und Nichtraucher, einen Energiekonzern und eine Umweltorganisation, die Kirchen und schließlich Abrüstung – sowie natürlich die Wissenschaft. Das Ganze findet am 13. und 14. Juli 2007 23./24. November 2007 in Ingolstadt statt, die Teilnahme kostet 50 Euro (Studies zahlen 25). Anmeldung an info at kolping-akademie.de. Die Veranstaltung wird übrigens vom Club of Rome ebenso unterstützt wie u.a. von Audi oder Vattenfall. Da das Programm im Netz nicht ganz einfach zu finden ist, habe ich mir den Flyer besorgt (programm-lobbying.pdf).

Disclaimer: Ich war mehrere Jahre an der Eichstätter Uni beschäftigt; mit Ulrich Bartosch verbindet mich u.a. ein gemeinsames Seminar zu Nonprofit-PR.

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3 Kommentare

  1. Danke für den Hinweis. Dass Lobbying zunehmend negativ besetzt ist, scheint mir nicht nur für Österreich zu gelten, sondern auch hier zu Lande – während gleichzeitig ohne Lobbying viele politische Entscheidungsprozesse nur noch schwer vorstellbar wären.

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