Neue Zahlen zur Internet-Nutzung

Gestern wurde von der Initiative D21 und TNS Infratest auf einer Pressekonferenz der (N)Onliner-Atlas 2007 vorgestellt. Fast 50.000 Menschen wurden für diese repräsentative Studie befragt. Die aus meiner Sicht wichtigsten (und überwiegend nicht überraschenden) Ergebnisse der jährlichen Erhebung: Die Netznutzung hat auch im vergangenen Jahr zugenommen (nun sind 60 Prozent online), allerdings nur um zwei Prozent (2006: vier). Allerdings verlangsamt sich das Wachstum in allen Altersgruppen. Und: Erst etwa 35 Prozent der über 50Jährigen ist drin. Wobei ich dunkel eine andere Studie in Erinnerung habe, nach der v.a. die über 65Jährigen offline sind.

Auch Breitband ist weiter auf dem Siegeszug (pdf).  Wiederum 60 Prozent dieser Internet-Nutzer haben Breitbandzugang (plus 12 Prozent). Noch 15 Prozent der Surfer in Deutschland verwenden ein analoges Modem.

Stichwort digitale Spaltung: Schon seit einiger Zeit ist ja der Zuwachs in der Internet-Nutzung der älteren Generation überdurchschnittlich – das liegt v.a. am Nachholbedarf dieser Gruppe. Interessant finde ich, dass auch gefragt wurde, wie man für die bisherigen Offliner dieser Generation die Schwelle ins Netz senken kann. Dabei zeigte sich (pdf), dass einfacher zu bedienende Computer, gute Handbücher, Gütesiegel, eine gute Beratung im Fachhandel noch viele ins Netz bringen könnten. Die Autoren der Studie meinen, in der älterenen Generation ließen sich noch 1,7 Millionen Deutsche für das Netz gewinnen – das entspräche einem weiteren Nutzungszuwachs von neun Prozent. Allerdings scheint es an der Technik allein nicht zu liegen: Eine Menge älterer Menschen sieht nicht, welche Vorteile ihnen das Internet bringen soll. Wenn das keine Kommunikationsaufgabe für die Industrie ist. Wobei ich mich auch frage, welche journalistischen Angebote es für diese Gruppe gibt…

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