Kapitalbeschaffung 2.0

Der eine hat eine Idee und begeistert sie. Irgendwann entwickelt sie ein Konzept und veröffentlicht es im Blog. Nun benötigen die beiden einen Dritten. Einen der bereit ist, in die Umsetzung der Idee zu investieren. Soweit in Kürze eine auch im Social Web nicht ganz alltägliche Geschichte. Ach so, worum es genau geht? Um den Aufbau einer Politik-Community-Plattform. Ziel: Eine lebendigere politische Debatte in Deutschland. Also etwas dringend Notwendiges. Deshalb: Bitte weitersagen. Oder den beiden einen Tipp geben.

Disclosure: CSH ist derzeit Mitarbeiterin meines Schreibtisch-Gegenübers Lorenz Lorenz-Meyer.

5 Gedanken zu “Kapitalbeschaffung 2.0

  1. Ich erlaube mir hierzu eine Portion Skepsis: Nur weil in Deutschland ein paar Leute sagen: „Wir brauchen“, ist noch lange nicht gesagt, dass das so auch stimmt.

    Meiner Ansicht nach muss sich so etwas über die Nachfrage-Seite entwickeln und weniger von der Angebots-Seite her.

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  2. Was in Deutschland her muss sind fähige Politiker. Eine Polit-Community ist ja schön und gut, aber deswegen wird sich noch lange nichts ändern.

    Ob das nun gebraucht wird? Gebraucht ist sicher übertrieben – ich sage mal so: es wäre ganz nett, aber nicht zwingend erforderlich. Eben noch eine Community mehr, wobei es langsam auch reicht mit den Communities – es nervt mittlerweile eigentlich nur noch. Für jeden Mist gibt es eine „Community“. Früher taten es Foren, heute muss es gleich ein Web 2.0 Portal sein. Welch ein unnötiger Hype teilweise.

    >“Ziel: Eine lebendigere politische Debatte in Deutschland.“

    Die – was? – bewirken soll?
    Ich unterstelle mal, dass diese Debatte grundsätzlich mit dem Ziel geführt werden soll eine bessere Politik zu erreichen.
    Eine Debatte mit dem Ziel Veränderungen herbeizuführen, macht allerdings wenn überhaupt nur mit Entscheidungsträgern Sinn. Und genau diese sind in so einer Community nicht vertreten.

    Ich bezweifle überdies, dass in Deutschland nicht genug über Politik debattiert wird. Wahr ist jedoch: Der Dialog wird nie ehrlich geführt – und das ist das Problem.

    Natürlich kann man sich darüber austauschen, aber das kann man sich auch überall – in tausend anderen Portalen, im IRC, in Chats, in Foren, per Skype-Konferenz, per Twitter usw. – das ist alles schön und gut, aber wo ist der Mehrwert? Ich sehe ehrlich gesagt keinen.

    Aber vielleicht irre ich mich ja auch.
    Beste Grüße

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  3. Ich bin nicht der Fachmann, der mit Hilfe irgendwelcher tragfähiger Analysen nachweisen kann, ob es ein solches Projekt braucht oder nicht. Mein persönlicher Eindruck jedenfalls ist, dass es nicht schaden würde, wenn es in Deutschland eine intensivere politische Debatte gäbe, und zwar nicht nur zu den typischen Themen, die Blogger interessieren, weil sie betroffen sind. Im Vergleich zu anderen Ländern scheint mir die politische Diskussionskultur durchaus ausbaufähig.

    Christiane schreibt, dass nicht den Leitartiklern und Politikern eine Stimme gegeben werden solle, sondern Leuten mit einer „Botschaft“ aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft. Ich finde die Idee nicht schlecht. Mir jedenfalls geht es immer mal wieder so, dass ich mir einbilde, zu politischen Themen etwas zu sagen zu haben, es aber nicht tue, weil es nicht so recht in dieses Blog passt.

    Ob man was damit erreichen kann? Ich würde zunächst sagen, dass ein kleines bisschen „mehr“ an Diskussionskultur schon ein kleiner Gewinn ist. Und wenn ich überlege, dass inzwischen sogar Herr Schäuble erkennt, dass es sinnvoll sein kann, Bürgern auf abgeordnetenwatch.de zu antworten, dann zeigt das schon, dass solche Projekte nicht ganz belanglos sind.

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