Walfang: Was machen die Campaigner?

GreenpeaceKampagnen entstehen im Netz in Windeseile, egal, ob gegen Discounter oder andere. Deshalb dachte ich am Wochenende, der von Island wieder aufgenommene Walfang sei ein ideales Kampagnenthema für – zum Beispiel Greenpeace. Schließlich greift die Sache die Grundüberzeugung der NGO an, ist wirtschaftlich kaum zu begründen – und vor allem dürfte Island an den Touristen, die zum Wale-Gucken kommen, besser verdienen, als die Tiere zu fangen. Wie also geht Greenpeace mit dem Thema um?

Zwischen internationaler und deutscher PR scheint es (zumindest zu diesem Thema) eine deutliche Diskrepanz zu geben: Auf der deutschen Site gibt es einen pflichtschuldig-empörten Bericht mit Archivbild und einigen Links auf ältere Artikel – that’s it. Etwas mehr tut sich auf der internationalen Site. Dort gab’s im Vorfeld, am 17. Oktober, einen Artikel, der nun ein kleines Update (einschließlich aktueller Bilder) erhalten hat und eine Petition, die immerhin von gut 85.500 Personen unterzeichnet wurde. Außerdem wurde im Greenpeace-Blog „Making Waves“ zwei mal aktuell gepostet. Ach ja, eine kurze Presseinfo gibt’s noch. Warum das alles von deutschen Site nicht verlinkt wird, wundert mich (nicht einmal zur Petition habe ich einen Link gefunden).

Und was mich auch wundert: Von User generated Content à la Web 2.0 scheinen die Campaigner noch ziemlich weit entfernt zu sein. So stolpere ich auf der internationalen Mitmach-Seite über folgenden Hinweis:

„Spread the word!
Any time you see something on the Greenpeace site that interests or informs or inspires you, send it to a friend or five. Print out a copy of the page and stick it to the bulletin board at school or work.“

Ehm…, ach ja, „coole Links“ von der Greenpeace-Site solle man doch an Slashdot oder Digg schicken. Nun gut, auf die Idee zu bloggen, können einige Mitglieder ja selbst kommen. Bisher tun’s nur wenige und vielleicht ist das gar nicht gewollt? Was dürften sie? Wieder stoße ich auf eine seltsame Diskrepanz. So steht auf der internationalen Seite unter Copyright:

„Materials on this website are free to use for personal or educational purposes. If you want screen shots to use in a text book, or you want to reproduce an article in your community newsletter, there’s no need to ask, provided you read and abide by the following advice from the folks over in our legal department. „

Vorbildlich im Sinne des Campaignings. Und deshalb gibt es in diesem Post auch mal ein Bild. Für die deutschsprachige Greenpeace-Site gilt dagegen: :

„Fotos sind copyrightgeschützt und stehen auch nicht für private Zwecke frei zur Verfügung.“

Nein, ich hatte keine Lust, erst die Bildredaktion der NGO zu kontaktieren und habe das Bild von der internationalen Site eingebaut.

2 Kommentare

  1. ich finde so etwas schrecklich! wie kann man so was grauenhaftes nur tun! diese bezaubernden tiere so zu kwälen!!! solche manschen machen wirklich alles für geld! ich hasse sie!!!

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.