Unzufrieden mit dem Intranet

Weil wir schon bei Studien sind: Bin gerade über eine Befragung zu den Intranets irischer Unternehmen gestolpert. Jeder dritte Nutzer eines solchen internen Netzes ist damit unzufrieden und empfindet es als nicht nützlich.

Doch geht uns hier zu Lande eine irische Befragung überhaupt etwas an? Ich würde sagen: unter Vorbehalt ja. Denke, die Situation in irischen Unternehmen unterscheidet sich von deutschen nicht grundsätzlich, und Studien, in denen Nutzer von Intranets befragt werden, sind meines Wissens selten. Häufiger dagegen sind Befragungen der Verantwortlichen.

Und was förderte die Irish Computer Society nun außer dem generellen Missmut gegenüber Intranets noch zu Tage? Ein paar auffällige Zahlen:

  • Immerhin 71 % der Befragten schaut mehrmals täglich ins Intranet,
  • 87 % empfinden die Informationen im Intranet als gut oder sehr gut,
  • aber nur 68 % bewerten die Aktualität als gut oder sehr gut.
  • Am häufigsten werden Informationen zu Kollegen (z.B. in Telefonverzeichnissen) gesucht.
  • Doch jeder zweite ist mit der Suchfunktion unzufrieden und 80 % wünschen sich eine bessere Navigation.
  • Die Beteiligung an Intranets erscheint mir ziemlich hoch: 65 % der befragten Nutzer veröffentlichen auch selbst Inhalte im Intranet und nur 6 % der Intranets lassen dies grundsätzlich nicht zu.
  • Dazu passt auch, dass 51 % der Intranets die Möglichkeit bieten, Artikel zu kommentieren oder zu bewerten.
  • Interessant finde ich auch die Inhalte: 38 % der Intranet liefern auch aktuelle Nachrichten oder Wetterberichte von dritter Seite, 25 % liefern Videos, 11 % bieten Social Networking oder zumindest persönliche Profilseiten und 16 % erlauben eine Personalisierung.

Abschließend sei noch einmal betont, dass auch diese Befragung nur eingeschränkte Aussagekraft hat. Nicht nur, weil sie in Irland lief, sondern auch, weil von den 181 Antwortenden nicht klar ist, wo im Unternehmen sie sitzen bzw. ob alle aus unterschiedlichen Unternehmen stammen. Die genannten Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen. Aber immerhin zeigen die Ergebnisse neuralgische Punkte in Intranets, die eine nähere Betrachtung verdienen.

(via Intranet Blog)

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