Sprachproblem: Wikis in internationalen Unternehmen

Wer kann helfen? Eine Studentin fragt:

„Ich schreibe meine Abschlussarbeit bei der xy AG. Sie werden bald ein Wiki in ihr Intranet implementieren, welches dann europaweit von allen Mitarbeitern genutzt werden soll. Das große Problem ist die Sprache – Englisch war vorgesehen, aber das würde wahrscheinlich den Beteiligungsgrad der deutschen Mitarbeiter enorm senken, da viele kein oder nur kaum Englisch verstehen und somit kein Teil der englischsprachigen Wiki-Community werden könnten.

Meine Frage an Sie wäre, ob Sie mit solch einer Situation schon einmal Erfahrung gesammelt haben und evtl. Tools oder einen möglichen Lösungsansatz kennen, wie man mit solch einem Problem umgehen könnte?“

Hm, das Problem ist mir so noch nicht bewusst geworden; für mich sind Unternehmen selbstverständlich, die von ihren Mitarbeitern englisch als Geschäftssprache erwarten. Aus meiner Sicht ist eine gemeinsame Sprache Voraussetzung für das Funktionieren des Wiki-Gedankens in Unternehmen. Denn ein Wiki soll ja Leute zusammenbringen, die sich an unterschiedlichsten Stellen im Unternehmen mit ähnlichen Dingen beschäftigen. Sicher gibt es in den Landesgesellschaften eines Konzerns viele Anwendungsmöglichkeiten für einzelne Wikis. Doch dass Wikis ohne gemeinsame Sprache der Beteiligten für eine internationale Vernetzung sorgen können, bezweifle ich – mir fällt zumindest kein Tool bzw. kein Prozess ein, um das wirkungsvoll zu erreichen.

Wie sehen Sie das? Wissen Sie, wie internationale Unternehmen bei der Einführung von Wikis mit dem Sprachproblem umgehen?

3 Gedanken zu “Sprachproblem: Wikis in internationalen Unternehmen

  1. Die Koreanische Autofirma hat damals Esperanto benutzt um sich mit Japanischen und Französichen Filialen zu verständigen. Das was vor der Übernahme von GM. Sprachwissenschaftler bestätigen daß Esperanto 5 bis 10 mal leichter ist als Landessprachen wie Englisch.

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  2. Sehr spannender und doppelt nützlicher Hinweis, herzlichen Dank! Das muss ich doch gleich auch an eine Studentengruppe weiter geben, die sich gerade über die Kommunikation zwischen internationalen Firmenniederlassungen Gedanken macht…

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