Einige von Euch haben es vielleicht schon auf anderen Kanälen mitbekommen: Mit einer Gruppe PR-Studies organisieren wir wieder ein Communication Camp. Das ist so eine Art Hackathon für Webworker. Das Ziel: Profis uns Studierende arbeiten knapp zwei Tage zusammen, und zwar, um die Kommunikation einer Nonprofit-Organisation zu unterstützen. Diesmal haben sich 15 Organisationen beworben, nach einem aufwändigen Auswahlprozess haben wir uns für eine Zusammenarbeit mit dem gerade gegründeten Netzwerk Asyl in Mühltal bei Darmstadt entschieden.

Für alle, die das Konzept nicht kennen: Wir wollen mit dem Communication Camp über normale Barcamps hinausgehen und uns nicht nur austauschen, sondern auch zusammenarbeiten. Dabei geht es jedes Mal um die Unterstützung einer Organisation, die sich keine professionelle Kommunikation leisten kann, aber Wichtiges in der Gesellschaft leistet. Zweimal hatten wir in der Vergangenheit mit Darmstädter Kulturinitiativen zusammengearbeitet, letztes Jahr waren wir in Frankfurt für das Sozialwerk Main-Taunus aktiv. Natürlich soll das Ganze Spaß machen – und nebenbei trägt das Mitmachen eine Menge zum Lernen bei. Die Studierenden organisieren nicht nur das Event und das Marketing dazu (heute Abend z.B. auf dem WebMontag in Frankfurt), sondern sie arbeiten bei der Veranstaltung mit Profis zusammen. Und die lernen hoffentlich, was Studierende drauf haben (oder nicht).

Hier ein Erklärvideo, das im letzten Jahr entstanden ist:

Schon seit Februar (ja, auch während der vorlesungsfreien Zeit) bereiten Studenten das vierte Communication Camp vor. Wie bisher ist das Ganze eine Kooperation mit der Agentur quäntchen + glück, die Absolventen von uns gegründet haben. Im ersten Schritt wurde die Stadt Darmstadt als weiterer Kooperationspartner gewonnen, als Medienpartner das Darmstädter Echo und Radio Darmstadt.

Durch die Medien und die Sozialdezernentin wurden regionale Initiativen zur Bewerbung aufgefordert – diesmal sind dem 15 Vereine und Gruppierungen gefolgt. Mit der Zeit haben wir zum Glück recht klare Bewertungskritierien entwickeln können, um möglichst sicher zu stellen, dass das Ganze an den beiden Tagen funktioniert und die wechselseitigen Erwartungen zusammen passen. Nach einigen Vorgesprächen mit Organisationen in der engeren Wahl fiel die Wahl auf das Netzwerk Asyl in Mühltal, das sich gerade als Verein gegründet hat. Wie an vielen Orten geht es einerseits um die Unterstützung von Flüchtlingen vor Ort, aber auch um Diskussionen zur Unterbringung von Asylanten. Wir haben intensiv darüber diskutiert, wie wir hierin unsere Rolle sehen. Das Ergebnis: Wir erhoffen uns von allen Communication Campern, dass wir Ideen finden, die dazu beitragen, dass solche Diskussionen nicht das Klima vor Ort vergiften und nicht auf dem Rücken der Schutz-Suchenden ausgetragen werden. Dazu werden wir auch im Vorfeld Erfahrungen und Anregungen aus anderen Regionen und von Experten zusammentragen und zu Beginn des Camps allen präsentieren.

Erst mal verstehen, was der Projektpartner alles macht. Impression vom dritten Communication Camp.
Erst mal verstehen, was der Projektpartner alles macht. Impression vom dritten Communication Camp.

Neben diesen Vorbereitungen gilt es jetzt natürlich, Mitstreiterinnen* zu finden für das Communication Camp, das am 3. und 4. Juli 2015 an der Hochschule Darmstadt (Campus Darmstadt) stattfindet. Damit wir gut zusammenarbeiten können, suchen wir 20 Profis mit möglichst unterschiedlichem Hintergrund: Coder, Fotografen, Konzeptioner, Übersetzer, Texter, Trainer etc. Wer sich jetzt Lust bekommen hat, fülle doch bitte gleich nebenan ein kleines Formular aus.

Über die ersten Rückmeldungen zum Projekt freuen wir uns natürlich:

Und wer sich das Ganze noch nicht so richtig vorstellen kann: Entstehen können bei einem Communication Camp Konzepte für einzelne Maßnahmen, am liebsten aber konkrete Produkte: z.B. Social Media-Kanäle, Flyer, Videos, Bausteine für Websites, aber auch Coachings oder Leitfäden für die Kommunikation – und noch vieles mehr.


* Mitstreiter natürlich auch.