Doppelinterview

Noch ein Interview: Diesmal mit Andi Geisler im Magazin der Wirtschaftsjunioren Nürnberg, und zwar im Doppel mit Swaran Sandhu (Mitautor der Euroblog-Studien). Thema: Nutzen von Blogs für Unternehmen (für Einsteiger).

Ein kleiner Auszug aus meinem Part:

Wie verändert sich die Unternehmenskommunikation durch Blogs? Was können Blogs leisten – was nicht?

Natürlich erreichen Blogs nur bestimmte Öffentlichkeiten. Allerdings dafür oft solche, die einen großen Multiplikationseffekt haben und kaum anders erreicht werden können. Blogs können dem abstrakten Gebilde „Unternehmen“ ein Gesicht geben, können Vertrauen aufbauen, Transparenz herstellen. Mit Blogs kann man auch Reaktionen einholen, lernen, welche Ansprüche an das Unternehmen herangetragen werden. Das verändert die Unternehmenskommunikation: One-Voice-Policy oder kommunikative Einbahnstraßen verlieren an Bedeutung. Und: Die Abteilung für Unternehmenskommunikation darf nicht zum Flaschenhals werden, sondern sollte zum Coach der eigenen Multiplikatoren werden.

Was kann man als Unternehmen beim Thema Blog falsch machen?

Der erste Fehler: Das Thema ignorieren. Nicht jedes Unternehmen muss alle Blogs verfolgen. Aber man sollte immer wieder prüfen, was sich zu den für das Unternehmen relevanten Themen tut. Ich würde mindestens kontinuierlich nach meinen Markennamen und den Namen der Geschäftsleitung suchen.
Der zweite Fehler: Blogs beginnen ohne konsequent zu sein. Das heißt, man muss die Kommunikation im Gang halten, also regelmäßig veröffentlichen. Dazu benötigt man natürlich ein tragfähiges inhaltliches Konzept. Und man darf in schwierigen Zeiten nicht abtauchen. Gerade sie sind die Nagelprobe für ein Business Blog.
Absolut tabu ist natürlich, Presseinformationen im Blog zu veröffentlichen. Oder sich nicht mit offenem Visier an Diskussionen in anderen Blogs zu beteiligen. Oder in den Kommentaren in anderen Blogs für sich zu werben.

Die beiden kompletten Interviews stecken in der pdf.

3 Kommentare

  1. Danke für den Hinweis auf diesen Fall, der mir bisher noch gar nicht begegnet war. Ist ein gutes Beispiel dafür, dass gerade in Krisen (oder nennen wir es Auseinandersetzungen) der Rechtsweg oft der Schlechteste ist und ein Dialog eine weitaus bessere Lösung wäre. Da gab’s doch mal den Begriff des „runden Tisches“… ;-)

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  2. tja – allerdings hat sich der dialog gerade mit diesem unternehmen (von zahlreichen aktivisten oftmals erprobt) bisher meist als wenig fruchtbar erweisen, leider – deswegen ja die vermutung, dass hier wirklich ein sehr ein-seitiges (marketing-) kommunikationsverständnis vorherrscht.

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