Lesedepot: Weil Kuratieren etwas Schönes ist

Lesedepot: Weil Kuratieren etwas Schönes ist

Wie angekündigt: Das Lesedepot ist zurück. Mit diesem Beitrag beginnt mein Versuch, wieder regelmäßig hier ein paar Lesetipps zu geben. Heute – natürlich – mit einigem zur re:publica, aber es gab auch anderes zum Nachdenken und Schmunzeln.

Ich gebe ja zu, es gab einige Gründe dafür, die regelmäßigen Lesetipps hier im Blog stillzulegen: Zu viel Stress im Beruf, dann das komische Gefühl, dass ich irgendwann nur noch Lesetipps, aber keine eigenständigen Artikel mehr veröffentlicht habe – und schließlich Tools wie Flipboard oder Pocket, die das Empfehlen von Artikeln ganz einfach machen. Aber damit ist das Ganze halt doch wieder in einem Silo.

Und weil ich in diesem Semester zwei Lehrveranstaltungen habe, in denen wir auch über die aktuell durch Neuland (TM) getriebenen Säue diskutieren, fällt es mir, so hoffe ich, leichter, hier regelmäßig ein paar kommentierte Links zu posten. Ich möchte zunächst versuchen, das nicht automatisiert aus Bookmarks heraus zu tun, sondern in Form handgeschnitzter Artikel, und zwar möglichst als Sonntagslektüre. Mal schauen, ob das zu schaffen ist oder ob der Sommer schreibhemmend wirkt ;)

Mit Studierenden auf der re:publica

Genug der Vorrede. Zu den Links. Also, natürlich muss ich zuerst hier mal wieder auf meine Studies hinweisen: Eine Gruppe Studierender – ja, Onlinekommunikation – hatte mich davon überzeugt, dass es wichtig wäre, gemeinsam zur re:publica zu reisen. Damit hatten sie natürlich völlig Recht. Sie haben dafür die Aufgabe bekommen, ein paar Eindrücke zu twittern (#onkomm) und zu snappen (PR-Fundsachen), vor allem aber auch unser studentischsn Blog PR-Fundsachen zu füttern. Erster Lesetipp also. Ein paar Artikel kommen übrigens in den nächsten Tagen noch.

Wer noch ein paar Videomitschnitte der rpTEN anschauen möchte, findet hier eine hübsch sortierte Playlist. Und eine ausführliche Besprechung wichtiger rpTEN-Themen gibt’s bei Thomas Knüwer.

Auf der rpTEN und andernorts diskutiert: Der Hass ist leider eines der zentralen Probleme des Netzes dieser Tage. Zu den Mechanismen wie Algorithmen, Echokammern etc. gab es schon vor einigen Tagen ein gutes einführendes Interview in der ZEIT mit Ingrid Brodning, der Autorin des Buches „Hass im Netz“. Auf der rpTEN war für mich eine der wichtigsten Aussagen in diesem Zusammenhang: „Der Hass bricht nicht plötzlich auf, er wird gezüchtet“, so die Publizistin Carolin Emcke. Und zwar von jenen, „die sich Gewinn davon versprechen.“ Ausführlicher nachzulesen bei t3n.

Hier Zivilgesellschaft, dort Business-Menschen, auf der re:publica bzw. der angedockten Media Convention treffen sich ja ganz unterschiedliche Gruppierungen. Optisch kann man sie nicht immer unterscheiden, aber man hat die Business-Leute in den Pausengesprächen schnell am überall aufsnappenden Mega-Hoffnungstool mit dem freundlichen Geist erkannt. Unfreiwillige Outings sozusagen. Wer was Nettes dazu lesen möchte, schaue nochmal in die ZEIT, die Marketing-Menschen kommen in Frieden, heißt es dort glossierend. Aber halt, ich bilde ja irgendwie auch für diese Fraktion aus und tummle mich dort auch gelegentlich (tp_da). Also noch ein seriöser Lesetipp zum Thema. Da rate ich, sich an Judith Denkmayr zu halten. Sie ist seit kurzem bei VICE und liefert in einem Interview eine Rundum-Analyse zu Snapchat und den Möglichkeiten für Redaktionen und Marketing.

Noch noch was Ernstes: Über Bots (hype, hype, hurra) müssen wir ohnehin mal reden. Bis dahin empfehle ich einen Artikel der Mobile Geeks, der deutlich macht, dass Social Bots gar nicht so niedliche Online-Tierchen sind, sondern automatisiert ziemlich ekliges Zeugs in großen Mengen verbreiten, etwa fremdenfeindliche Kommentare in Social Networks.

Und wo bleibt jetzt Facebook? Ok, ein Thema, zwei Quellen: Es geht um die „Reactions“, die den Like-Button um ungeahnte Möglichkeiten (naja) aufgebohrt haben. Allein, kaum jemand verwendet diese neuen Optionen. Das zeigt sich in den USA, wo je nach Quelle nur zwei bis knapp fünf Prozent der Reaktionen auf einen Beitrag in der emotionalen Variante sind, in Deutschland ist aber kaum anders. Also, macht ein paar Screenshots, solange Facebook das Feature noch anbietet. A propos Features: Der blaue Riese arbeitet wohl an Themen-Streams.

Jetzt die Unterhaltung

Und sonst? Ach ja, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das sogar Donald zum Präsidentschaftskandidaten macht. Wie geht man jetzt als Konkurrentin um das Weiße Haus im politischen Campaigning mit diesem Donald Trump um? Zwei Videos des Teams von Hillary Clinton finde ich sehr nett. Sie dachten sich, es genügt, Statements anderer Republikaner zusammenzuschneiden oder eben, was der werte Kandidat so sagt. Großer Spaß, da kommt sicher von beiden Seiten noch einiges.

 

Mei, und dann ist da noch die Polizei aus Minga, die für eine Menge Lacher gesorgt hat. Wie? Mit einem Urlaubscheck für ihre Arrestzelle. Is des liab.

Lesetipps: Künftig in Pocket

Eine meiner Lieblings-Apps, Pocket, hat seit kurzem eine sehr schöne Möglichkeit, Artikel zu empfehlen. Ich habe mich entschieden, dies intensiver zu nutzen. Wer mag, kann gern meinem Pocket-Profil folgen.

Newsstand
Ziemlich einsam, der Newsstand. Umso mehr Leseempfehlungen gibt’s online.

Nach wie vor tue ich mich schwer damit, zu entscheiden, wo ich welche Linktipps platziere. Natürlich werde ich wie bisher auch Twitter und (eher selten) Facebook nutzen. Die über Jahre hier im Blog gesammelten Lesetipps habe ich vor einigen Monaten schon eingestellt – irgendwie habe ich den Eindruck, dass diese Art des Kuratierens nicht mehr so richtig passt – generell ins Blog, aber auch zu meinen Workflows.

Pocket ist inzwischen (neben Feedly und Nuzzel) eine meiner wichtigen Apps, um Artikel in Ruhe zu lesen, unterwegs genauso wie auf dem Sofa. Besonders schön daran sind die Synchronisierung auf allen Geräten, die Offline-Verfügbarkeit der Texte und die automatische Entfernung von allem, was wirbt, blinkt oder sonstwie ablenkt. Seit kurzem gibt es wie gesagt die Möglichkeit, Profile anzulegen und Empfehlungen von anderen zu bekommen. Dabei kann man anderen Nutzern direkt folgen, Pocket schlägt aber zusätzlich mit Hilfe eines Algorithmus Artikel vor. (Ergänzung, 4.1.16: Bisher funktioniert das Ganze im vollen Umfang nur in der mobilen App. Danke, Frank, für den Hinweis).

Was gibt es von mir bei Pocket zu lesen? Im wesentlichen aktuelle Artikel zu Onlinekommunikation, Netzpolitik und der digitalen Gesellschaft. Vorgenommen habe ich mir, nicht zu viele Artikel auszuwählen. Meine vollständigen Bookmarks finden sich nach wie vor bei Diigo.

Zum Schluss noch eine Warnung: Ich beschreibe hier ein Ausprobieren mit offenem Ausgang – also ohne Gewähr, dass das Setting immer so bleibt ;)

 

Lesedepot: Handverlesens zu Strategie, visuellem Storytelling und weitere Linktipps

Endlich mal wieder Lesetipps im Textdepot. Ich habe mich bemüht, eine große Bandbreite zu Onlinekommunikation zusammenzustellen, besonders natürlich mit vielen Fallbeispielen – von der Website-Konzeption bis zu visuellem Storytelling und speziell auch zu Instagram und Facebook. Hinzu kommen Links zu Artikeln zu grundsätzlicheren Fragen wie Corporate Identity oder Erfolgsmessung in der Onlinekommunikation und ein bisschen Technik.

Und weil ich am Wochenende mal wieder an unserer Partnerhochschule in Luzern unterrichten durfte, stammen die Fotos zum Artikel von dort – die Schweizer Frühjahrskombination aus Sonne, Schnee und Wasser ist einfach wunderbar.

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Lesetipps zu Journalismus und Onlinekommunikation

In diesen Lesetipps geht es um drei Schwerpunktthemen: Kampagnen im Journalismus, Storytelling in der PR und eine Diskussion zur Zukunft von Social Networks. Hinzu kommen eine Menge Tipps zu weiteren Lesegeschichten, zu Tools und neuen Entwicklungen in der Onlinekommunikation.

Ok, ganz so formvollendet kommen meine Lesetipps nicht.
Ok, ganz so formvollendet kommen meine Lesetipps nicht.

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Lesestapel zum Wochenanfang

Fallbeispiele, Studien, Quellen. In letzter Zeit hat sich wieder einiges gesammelt in meinem digitalen Lesestapel. Eine kleine Auswahl habe ich zum Wochenbeginn zusammengestellt. Dabei sind mehrere Tipps zu Fotos in der Onlinekommunikation, außerdem geht es um Erwartungen von Kunden zur Kommunikation in Social Media-Profilen, die manchmal schiefe Weltsicht von PR-Praktikern, wenn es um strategische Fragen geht, einen Vortrag, den ich beim Deutschen Studentenwerk gehalten habe und ein paar kleinere Perlen.

#beach #rocks #stones #nature #instamood #nofilter

A photo posted by Thomas Pleil (@tp_da) on

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