Ein Blick auf digitale Multis und kritisierte Handwerker

Ein Blick auf digitale Multis und kritisierte Handwerker

Der Wochenrückblick zu Netzthemen, Online-Marketing und PR

In dieser Woche gab es gleich zwei Studien zur Mediennutzung, einen Riesendeal von Microsoft, das Eingeständnis aus Cupertino, dass auch in der iWelt externe Entwickler wichtig sind und harsche Vorwürfe an die Anbieter von Medien- und Influencerdatenbanken.
Beginnen wir erst mal mit einem ursprünglich analogen Thema: Journalismus. Dass es dem ökonomisch immer schlechter geht, wissen wir. The Atlantic hat nun die frische US-Studie „State of the News Media“ zum Anlass für eine längere Analyse genommen und betont, wie wichtig Facebook & Co. für die Medienhäuser ist, um Traffic zu bekommen, während zeitgleich die Tech-Firmen den größten Teil des Werbegewinns für sich behalten. Anders ausgedrückt: Im Web wird eine Menge Geld verdient – nur nicht von den News-Anbietern. Wussten wir eigentlich schon, aber jetzt mit aktuellen Zahlen.

Studien zur Mediennutzung

Jaja, die Revolution. Sie kam mancherorts anders als gedacht.
Jaja, die Revolution. Sie kam mancherorts anders als gedacht.

Noch mehr Zahlen lieferte dieser Tage der internationale Digital News Report 2016 von Reuters (pdf). Besondere Erkenntnis: Die Generation der 18 bis 24-Jährigen interessiert sich weniger für Nachrichten als früher – egal, ob es im Fernsehen oder online. Immerhin informieren sich immer noch 86 Prozent der Befragten mehrmals in der Woche, in dieser Altersgruppe geschieht dies hauptsächlich online. Fatal: Das Vertrauen in Journalismus ist bei jungen Erwachsenen am geringsten.

Schlauere Anwendungen durch Öffnung für Entwickler?

Reden wir zur Abwechslung mal über Apple. Es scheint, dass der iKonzern gerade nicht so vom Glück verfolgt wird: Da haben sie in Cupertino lange ihre Entwicklerkonferenz WWDC vorbereitet und dann posaunt Microsoft zeitgleich seinen 26 Milliarden-Deal zur Übernahme von LinkedIn in die Welt. Und ein paar Tage später wird auch noch bekannt, dass in Peking erst mal einige iPhone6-Modelle nicht mehr verkauft werden dürfen – Plagiatsvorwurf.
Das Apple-Event hatte übrigens manchen enttäuscht, denn es ging „nur“ um Software. Die News sind aber gar nicht so unwichtig: Erstmals dürfen Entwickler von Fremdanwendungen auf Apple-Apps wie Siri, Maps, Nachrichten oder News zugreifen. Endlich, möchte man sagen. Denn wenn wir schon laufend über Bots und schlaue Assistenten sprechen, darf ruhig auch Siri mal etwas aufgeschlaut werden und andere Apps steuern, um zum Beispiel auf Zuruf ein Taxi bestellen zu können.
Natürlich gibt es im Detail noch viele andere Neuerungen im Apple-Universum, am drolligsten fanden aber manche, dass Apple seinen Messenger bunter macht und auf Animationen und Emojis bzw. Sticker setzt. Dass das mehr als Kinderkram ist, erläutert Connie Chan vom Venture Capital-Unternehmen Andreessen Horowitz in einem ausführlichen Blogpost. In Apps wie WeChat und Line spielen Sticker demnach als neue Ausdrucksmöglichkeit eine große Rolle, auch in der beruflichen Kommunikation. Interessanterweise werden Sticker in WeChat wie Sammelkärtchen behandelt: Bekommt man einen neuen zugeschickt, kann man ihn aus dem Chat heraus in seiner Sammlung speichern. Künstler können Sticker verkaufen, Unternehmen – wie bei Snapchat – gebrandete Sticker in Umlauf bringen. Abgesehen von der Sammelleidenschaft ermöglichen Sticker laut Chan neue Möglichkeiten des Storytellings. Anders ausgedrückt: Wir kommunizieren weniger textlastig, sondern immer visueller. Snappy.

Gut, Apple geht also mehr in Richtung vernetzter Anwendungen und visuellem Messaging. Und wie war das mit Microsoft? Die haben Facebook als Vorbild, aber natürlich vor allem Berufstätige im Blick. Sprich: Was der Newsfeed von Facebook in der Freizeit, soll der Feed von LinkedIn im Beruf sein, so Bill Gates. Natürlich kann man sich auch schlaue Möglichkeiten der Teamarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg vorstellen, denkt man an eine Verknüpfung zwischen dem Netzwerk und dem weit verbreiteten MS Office.

Adressbroker in der Kritik

Jetzt aber mal zurück aus der Welt des großen Kapitals zum irdischen Handwerk in unseren Landen. Nein, ich meine nicht Fleischer und Installateure, sondern modernes digitales Handwerk. Eine nicht immer geliebte Ausprägung davon beschäftigt sich mit Adressdaten, die dann anderen zur Verfügung gestellt werden. Ein uralter Hut, wenn es um Redaktionsadressen geht. Ein alter Hut, wenn es um Blogger und andere Influencer geht. Sollte man man meinen. Seit gut sechs oder acht Jahren diskutieren wir drüber. Jetzt aber ist Richard Gutjahr die Hutschnur geplatzt, und ich kann ihn ja verstehen. Er bekommt jeden Tag viel zu viel für ihn unbrauchbares PR-Geblubber und macht deshalb den großen Adress-Brokern Vorwürfe.

Die eine Frage dabei ist für mich, ob deren Methoden des Datensammelns legitim sind. Ich meine: Nur auf opt-out zu setzen, wie es teilweise offenbar üblich ist, ist eine schwache Nummer. Eigentlich hätte der vor vielen Jahren einmal diskutierte Button „No PR“ im Impressum von Blogs vermutlich manches vereinfacht, hätte er sich durchgesetzt. Die andere Frage ist für mich, was Unternehmen und Agenturen so mit Adressen von Bloggern und Influencern treiben. Sie einfach in Presseverteiler zu nehmen, ist halt unprofessionell – leider aber nicht selten, wie ich selbst immer wieder feststelle. Der Vollständigkeit halber hier noch die Reaktionen von News Aktuell und Cision.

 

Freud und Leid mit Tracking

Freud und Leid mit Tracking

Der Wochenrückblick zu Netzthemen, Online-Marketing und PR

Heute geht es in den Lesetipps zweimal um Tracking: Einmal als Voraussetzung für sich selbst anpassende – adaptive – Inhalte, das andere Mal geht es um die Flucht von Nutzern vor Tracking zu Werbezwecken. Und sonst: Zwei Blogempfehlungen, zwei Studien und ein Tool.

Adaptive Content ist ein Schlagwort, das seit einiger Zeit mehr oder weniger durch die Community geistert. Die Idee dahinter ist, dass Content auf Websites oder in Apps so ausgespielt wird, dass er auf die Interessen bzw. den Kontext, in dem sich Nutzer gerade befinden, zugeschnitten ist. Gerade bei extrem umfangreichen Angeboten kann dies – so die Hoffnung – dem Besucher viel Suchen und Herumklicken ersparen, damit er ans Ziel kommt. Also: Automatisierte Nutzerführung statt komplexe Navigation. Mobil kann das noch weiter gehen und den Kontext des Nutzers berücksichtigen. Typisches Beispiel: In einer fremden Stadt bekommt man das nächstgelegene Restaurant empfohlen, das die eigenen Freunde positiv bewertet haben und das zusätzlich die bevorzugte Küche anbietet. All dies ist noch weitgehend Zukunftsmusik.

Ist das Ziel, auf einer Website eine Entdeckungsreise zu machen wie bei der digitalen Sammlung des Staedel-Museums (Disclosure: diese wurde von Mitarbeitern in unserem Institut ikum entwickelt), kann Adaptive Content zu einer hervorragenden User-Experience führen. Allerdings: Das System muss lernen können, es braucht also Informationen zu den Website-Besuchern. Bei anderen Nutzungszusammenhängen muss man genauer hinschauen. Dies war auch Thema einer Session beim #cosca16 . Bei t3n ist nun ein Interview mit einer internationalen Expertin auf diesem Gebiet erschienen: Karen McGrane ist Autorin von „Content Strategy for Mobile“ und Gründerin einer Beratungsfirma für User-Experience. Sie erklärt Adaptive Content so:

“Adaptive Content ist (…) ein Ansatz, Benutzern mit Hilfe von dem, was man über sie weiß, zielgerichtete Informationen zu liefern. Dabei könnte es sich um die Art des von ihnen benutzten Geräts, ihren Standort oder um andere Kontexthinweise handeln. Oder auch um sehr persönliche Informationen wie zum Beispiel Altersstufe, Einkommen oder Beziehungsstatus.”

Das Ganze führe aber schon bei der Contenterstellung zu einem sehr großen Aufwand – schließlich muss genau überlegt werden, in welchem Kontext welcher Inhalt für wen relevant sein könnte und dies muss zusätzlich hinterlegt werden. Abgesehen vom Aufwand bremst McGrane die Euphorie auch in anderer Hinsicht: Eine eindeutliche Zuordnung von Inhalten sei oft gar nicht möglich. Ihr Beispiel ist die Website eines Hotels. Dabei argumentiert sie, dass es gar nicht immer möglich sei, Persona klar zu unterscheiden – etwa, wenn ein Geschäftsreisender noch einen Urlaubstag an seinen Aufenthalt anhängt, geht es mit der eindeutigen Ansprache schon in die Binsen.

 

Bloggende Studenten: Stuttgart

Der nächste Lesetipp für heute geht nach Stuttgart, genauer geht’s um das Blog PR-Transfer,  das von Master-Studenten der Uni Hohenheim unter Leitung des Kollegen Wolfgang Schweiger seit längerem eine tolle Transfer-Leistung erbringt. Das Konzept: Die Studierenden „übersetzen“ in ihren Blogposts aktuelle Studien und machen wissenschaftliche Erkenntnisse so anderen Studierenden und vor allem Praktikern einfach verdaubar zugänglich. Im aktuellsten Beitrag geht es beispielsweise um eine Untersuchung zu Kunden-Communities. Hier wird gezeigt, wie psychologische Faktoren die Chance beeinflussen, dass sich Kunden aktiv an Diskussionen in Communities beteiligen. Dabei muss man zum Beispiel auch damit umgehen, dass extrovertierte und introvertierte Kunden gegenteilige Erwartungen an Beteiligungsmöglichkeiten haben.

 

Bloggende Studenten: Darmstadt

cosca16

 

Es sei mir verziehen, dass ich hier einmal mehr auf die PR-Fundsachen verweise: Nachdem meine Studenten im Seminar zu Content Strategie bereits ausführlich über die re:publica berichtet hatten, sind in der vergangenen Woche eine Menge Artikel zum Content Strategy Camp (#cosca16) dazu gekommen. Die Studierenden haben einerseits Folien, Blogposts und Videos von Teilnehmern gebündelt, andererseits berichten sie in eigenen Artikeln über zahlreiche Einzelthemen, die sich aus den mehr als 50 Sessions ergeben haben. Übrigens: Ein paar Beiträge sind noch in der Pipeline.

 

Kurzmeldungen

Content Marketing:Ein Sargnagel des Journalismus” – mit dieser knackigen Überschrift wird dieser Tage Content Marketing etikettiert. Hintergrund ist eine in dieser Woche von der Otto-Brenner-Stiftung vorgestellte Untersuchung. Erstellt hat die der Würzburger Professor für Fachjournalismus und Unternehmenskommunikation, Lutz Frühbrodt. Er hat sich angeschaut, welche Instrumente des Content Marketing die DAX30-Unternehmen bereits einsetzen und wie sie das tun. Ergebnis: Frühbrodt hat Angst, dass Owned Media wie Corporate Magazines für unabhängige journalistische Angebote eine Konkurrenz sind und dass hierüber mit großem Geld die Öffentlichkeit durch Unternehmen manipuliert werden könnte. Dieser Vorwurf immerhin dürfte so alt sein wie PR (was über seine Berechtigung noch nicht viel aussagt). Die Untersuchung wurde von einigen Medien aufgegriffen – und ich finde, viele seiner Punkte müssen von intensiv diskutiert werden: Etwa wenn die (im PR-Kodex geforderte) Absenderklarheit von Websites oder Online-Magazinen nicht gegeben ist, was unter anderem ZEIT online an Beispielen wie curved.de (Telefonica), impfen.de (GlaxoSmithKline) oder gesundheit.de (Alliance Healthcare) aufgreift. Wenn ich dazu komme, folgt demnächst eine ausführlichere Diskussion.

Tools: Arbeiten in der Cloud – für viele längst selbstverständlich. Was würde ich nur ohne Dropbox, Evernote und Google Docs machen? Hm, aber Google? Konrad Lischka hat eine Alternative gefunden:

“Sandstorm.io ist komfortabel, praktisch und stärkt ein nachhaltiges Netz im Sinne von: Selbstbestimmung, Selbstorganisation, Dezentralität und Offenheit.”

Tracking-Studie: Passend zum Startthema Adaptive Content eine Untersuchung von Lithium, die zum Ergebnis kommt, dass Nutzer sich zunehmend von Marken im Social Web verfolgt fühlen und deshalb davon genervt sind. Das gilt übrigens besonders für jüngere Nutzer, hebt Medienrauschen hervor:

“Tatsächlich geben gar 56 % an, die massive “Verfolgung” durch Werbung in Social Media sei für sie ein Grund, die Nutzung von Facebook und Co. zu reduzieren.”

Kann ich gut verstehen – empfinde ich selbst doch Onlinewerbung – gerade wenn ich mich getrackt fühle  – oft selbst als konsumterroristisches Dauerfeuer.

Dark Social: Vielleicht ist es ja genau der Widerwille gegen Tracking, dass immer mehr Inhalte im Web als private Nachricht geteilt werden, also etwa in einem Messenger. Dieser Teil der Onlinekommunikation wird oft als Dark Social bezeichnet, denn mit herkömmlichen Analytics lässt sich dem schwerer beikommen. Aber es wird natürlich daran gearbeitet, dieses Problem für Marketer in den Griff zu bekommen. Eine aktuelle Analyse jedenfalls kommt zu dem Ergebnis, dass im mobilen Netz der größte Teil der Shares Dark Social zuzurechnen sind.

 

Fotohinweise: Headerbild: tp, Foto vom cosca16: Alina Drewitz für PR-Fundsachen, CC BY 2.0

 

Plattformen hacken unser Denken

Plattformen hacken unser Denken

Der Wochenrückblick zu Netzthemen, Online-Marketing und PR

An diesem langen Wochenende gibt’s eine Mischung aus kurzen Meldungen und Tipps für tieferes Eintauchen – beispielsweise in neue Ansätze der News-Distribution und psychologische Kniffe von Online-Angeboten.

Werbung: Facebook zu entkommen, wird immer schwerer. Dem blauen Riesen genügt es nicht mehr, seine 1,7 Milliarden Nutzer mit Werbung zu beglücken, nun werden auch Nicht-Nutzer zum Werbeziel – das Unternehmen dehnt sein Werbenetzwerk über die eigenen Plattformen hinaus aus und trackt damit auch auf Seiten vom Drittanbietern.

Kuratieren mit dem Facebook-Messenger: Martin Hoffmann (Die Welt und OJ-Absolvent) hat sich im Selbstbaukasten einen Bot gebastelt und bietet nun im Messenger Lesetipps zu hintergründigen Netzthemen an. Abonnieren kann man dies hier: http://m.me/martinhoffmann. Seine Empfehlungen sind auf jeden Fall immer einen Blick wert, das Experiment ohnehin. Für Redaktionen (aber auch Unternehmen) ist spannend, wie gut der Messenger als Distrubutions- und Kommunikationsweg künftig angenommen wird. Für mich habe ich einmal mehr festgestellt, dass ich mich mit News im Messenger (noch?) nicht so richtig wohlfühle.

Snapchat im Marketing: Digiday widmet dem neuen Kanal von Adidas Originals einen ganzen Artikel. Das besondere an der Drei-Streifen-Strategie: Gleich zum Start hat der Musiker Pharrell Williams den Kanal übernommen. Gleich die erste Snap-Story wurde mehr als drei Millionen Mal angeschaut. Mehr Fallbeispiele für Snapchat-Marketing gibt’s bei Futurebiz.

Und nochmal Snapchat: Ein Algorithmus soll Einzug halten. Und zwar dort, wo man den öffentlichen Stories der abonnierten Nutzer und Marken folgen kann. Im Moment ist dieser Bereich im Zweifel ziemlich unübersichtlich, weil man sich durch eine lange Liste von Geschichten wühlen muss. Vorgesehen ist nun offenbar, dass einige Publisher bevorzugt und ihre Geschichten auf Anhieb auffindbar werden sollen. Tja, vermutlich können Marken sich solche Sichtbarkeit bald auch kaufen .

Social Media-Kennzahlen: Welche KPIs werden in der Praxis typischerweise verwendet, um den Erfolg der eigenen Aktivitäten im Social Web zu messen? Stefan Evertz hat hierzu eine Blogparade ausgerufen, die noch bis 1. Juli läuft.

Longread zu Technologie, die das Denken manipuliert – also uns alle: Tristan Harries war bei Google im Bereich Produkt-Philosophie und Ethik beschäftigt. Er erklärt, wie Smartphones, Apps und Webangebote es psychologisch schaffen, uns massiv zu beeinflussen:  Unter anderem durch die Illusion, mit Hilfe von Menus frei wählen zu können, durch die Angst, etwas Wichtiges zu verpassen und das Verwandeln des Smartphones in ein Spielgerät, aber auch durch Tricks wie soziale Reproduktivität. Will heißen, wir treiben Kommunikation immer weiter, vergrößern unsere Netzwerke auf allen möglichen Plattformen und lassen so die Anbieter wachsen. Harris bringt sehr viele gute Beispiele, die diese und andere Strategien verdeutlichen und bewusst machen, wie Psychologie und Design zusammenarbeiten. Sein Fazit:

„People’s time is valuable. And we should protect it with the same rigor as privacy and other digital rights.“

Sehr ernstes Thema, das noch viele Diskussion erfordert. Ich werde den Artikel jedenfalls in die nächste Erstsemestervorlesung zu Onlinekommunikation nehmen.

Damit wir jetzt nicht depressiv werden, zum Abschluss wieder ein nettes Video. Diesmal geht’s um Max Hollein, der die von ihm geleiteten Frankfurter Museen Städel, Schirn und Liebieghaus gen San Francisco verlässt und uns sehr nett sagen möchte, dass es auch ohne ihn am Main gut weitergehen wird. Wobei – aber seht selbst:

Digitalisierung des Alltags und praktische Helferlein

Digitalisierung des Alltags und praktische Helferlein

Der Wochenrückblick zu Netzthemen, Online-Marketing und PR

Ja, ja, das Ding mit der Digitalisierung ist nichts Neues. Trotzdem: Spannend – für mich übrigens oft auch abschreckend – wird es immer, wenn es neue Verknüpfungen digitaler Instrumente mit dem Alltag gibt. Vieles kann natürlich sehr praktisch sein und auf eine Menge Gegenliebe stoßen. Doch was ist mit jenen, die in Ruhe gelassen werden möchten? Darüber werden wir sicher noch öfter reden müssen. Bis dahin habe ich unter anderem noch eine Menge Links zu praktischen Fragen rund um Online-Marketing und -PR.

Gesichtserkennung: Re-Targeting in Real Life?

Die russische App FindFace kann mit Hilfe von nur einem Foto, das auf der Straße entstanden ist, Menschen im (Social) Web wiederfinden. In Russland wird dies wohl schon mit dem Facebook-Pendant VK verwendet, schreibt der Spiegel. Klar, die Macher haben nur Gutes im Sinn: Besseres Dating. Für mich wird Dating da zum Stalking, wenn man beliebige Menschen auf der Straße (oder beim romantischen Sonnenuntergang) fotografieren und kurz darauf mit einer Nachricht im Social Network beglücken kann. Und ebenfalls klar: Da gibt es Millionen weiterer Anwendungsideen – und ganz ehrlich – ich finde keine wirklich gute dabei: Denken wir an Menschen, die Feste oder Demos besuchen. Nicht viel besser: Reales Retargeting. Darüber haben die Macher von FindFace bereits nachgedacht, auf dass Ladenbesitzer Interessenten, die nicht zu Kunden geworden sind, gleich mit einer Nachricht beglücken können. Wo ist da nochmal gleich das Opt out?

Ok, Google

In dieser Woche hatte Google seine Entwicklerkonferenz und eine Menge neuer Produkte vorgestellt. Ohne auf einzelne Produkte einzugehen (wer sich für diese interessiert, hier entlang): Bei mir sind drei Botschaften vor allem angekommen:

  • Google will die Kommunikation in professionellen oder privaten Teams verbessern helfen;
  • Google will in unseren Wohnungen und wo auch immer wir sind, allgegenwärtig sein – Suche und Assistenz kommen ins Real Life;
  • Google will dem offenen, mobilen Web einen Entwicklungsschub geben.

In allen Bereichen positioniert sich das Unternehmen dabei gegen andere Riesen, die dort längst schon aktiv sind – etwa Amazon, Facebook, Apple – oder relativ neue Akteure, die ihrem Feld bereits rasant wachsen – so wie Slack. Mein Eindruck ist, dass die Claims noch nicht vollkommen abgesteckt sind und ein Riese wie Google in diesen Feldern etwas erreichen kann. Wobei: Bei den Messengern bin ich skeptisch. Egal: Die Hauptsache dürfte für Google das Absichern des offenen Web sein: App-Inhalte auch für Nicht-Nutzer zugänglich zu machen und Mechanismen zu bringen, die Websites auch mit schlechter Netzqualität richtig schnell laden zu lassen, ist sicher besonders verdienstvoll. Jeff Jarvis jedenfalls ist beeindruckt:

„With the Progressive Web App, Google is making it possible for users to love web sites again. Thus Google strengthens the web site and the open web itself.“

Hatte ich dies oben als „verdienstvoll“ bezeichnet? Das ist natürlich doppeldeutig – schließlich verdient ja Google durch das Vermarkten im offenen Web sein Geld, hauptsächlich jedenfalls. Und es ist vor allem die Werbung anderer Vermarkter, die (mobile) Websites oft elend langsam machen.

In Kürze

  • Weil wir grade bei Werbung waren: Das New York Magazin geht gegen Werber vor, deren Anzeigen zu viel Ladezeit kosten. Endlich macht das mal jemand, möchte man sagen, schließlich schaden lange Ladezeiten der Sichtbarkeit bei Google und nerven vor allem User, die echten Content möchten und sich im Klaren darüber sind, dass mit langen Ladezeiten oft auch (Re-)Targeting verbunden ist.
  • Fakten, Fakten, Fakten: PR Suisse hat drei Online-Plattformen gefunden, auf denen Studien zu Marketing und Kommunikation gesammelt werden.
  • Im Hootsuite-Blog gibt es sechs Social Media-Templates, die Praktikern die Arbeit erleichtern können (u.a. mit Vorlagen für Social Media-Audits, Strategieentwicklung, Redaktionspläne).
  • Vorsicht Abmahn-Falle: In einigen Fällen gab es in letzter Zeit Abmahnungen im Zusammenhang mit der Verwendung von Creative Commons-Fotos, und zwar wegen formaler Fehler bei der Referenzierung. iRights Info erklärt die Hintergründe und gibt Tipps.
  • Tool-Time: Mit Storyo kann man aus einzelnen Fotos kleine Multimedia-Geschichten basteln. journalism.co.uk stellt die App vor.
  • Influencer: Bei Leitmedium gibt es eine Geschichte, die Marketingleuten die andere Seite zeigt – die Situation von Profi-Bloggern, speziell Eltern-Bloggern. Anlass für den Artikel: Die Betreiberin eines der größten deutschsprachigen Elternblogs hat die virtuelle Tür geschlossen. Wegen Burnouts.

Videos mit Emotionen

Abschließend zwei Beispiele, die zeigen, wie wertvoll Bewegtbild ist, um Emotionen zu wecken: Die Schweizer NGO Pro Infirmis thematisiert mit ihrer aktuellen Kampagne Angststörungen. Hier das wie ich finde sehr gut gelungene Video:

 
Ein zweites Lieblingsvideo diese Woche ist „Wir sind das Grundgesetz“, (Meedia-Bericht) das zwar auf Youtube keine riesige Abrufzahlen hat, sich aber vor allem über Facebook ziemlich erfolgreich verbreitet hat. A propos Videos auf Facebook: Ideal ist’s, wenn sie ohne Ton funktionieren, zu 85 Prozent werden diese nämlich lautlos konsumiert.

 

Mit Daten und Mode um die Welt

Mit den Datenanalysen ist das so eine Sache: Sie sollen uns ja Sicherheit bringen, womöglich Morde verhindern. Andererseits können die dahinter stehenden Algorithmen auch ziemliche Nebenwirkungen haben. Schaden sie sogar mehr als sie bringen? Ein paar Aspekte dieser Diskussion habe ich in diesen Lesetipps verpackt, dazu ein paar Netz-News und, klar, mal wieder nette Sonderlichkeiten.

Gute Daten, böse Daten?

Aber erst mal langsam, fangen wir positiv an: Schön, dass es in den letzten Tagen noch viele Artikel gab, die einige der so vielen re:publica-Themen aufgegriffen haben. In einem davon wird’s aber schon ernster: Es geht um Algorithmen. Die sind ja mehrfach Thema gewesen, aber für mich war der Vortrag von Kate Crawford von Microsoft Research besonders wichtig. Ihre Kritik zum Thema Datenanalyse: Wir versagen dabei, die aktuelle Technologie ausreichend kritisch zu reflektieren. Konkret bedeutet dies zum Beispiel: Die Strukturierung von Daten kann zu Diskriminierung führen – etwa, wenn Männern besser bezahlte Jobs vorgeschlagen werden als Frauen oder Menschen, die in ärmeren Stadtteilen wohnen, einen schlechteren Service bekommen.

Kurzer Einschub: All solche Probleme basieren natürlich auf der Frage, wie Algorithmen entwickelt und ggf. auch von dritter Seite beobachtet werden. Die Initiative Algorithmwatch hat für Einsteiger dieser Tage ein Arbeitspapier veröffentlicht, das erst mal erklärt, was Algorithmen sind.

Und dann werfen jetzt auch noch Überwachung in den Topf, die ja mit dem Thema Datenanalyse eng verbunden ist: Die nämlich, so eine Untersuchung aus Oxford, sorgt dafür, dass Online-Nutzer aus Angst, falsche Spuren zu hinterlassen, ihre Wikipedia-Nutzung einschränken, also z.B. nicht nach Stichworten wie „Taliban“ suchen.

„Massive Überwachung sorgt für Angst, Selbstzensur und konformistisches Verhalten. Sie schädigt die Meinungsfreiheit und den offenen, demokratischen Austausch von Wissen und Ideen“,

fassen die Netzpiloten zusammen.  Denkt man jetzt noch darüber nach, dass vor allem Leute mit ganz normalen Ansichten sich z.B. in sozialen Netzwerken lieber raushalten, wenn es um politische Themen geht, wissen wir, warum eine Menge Käse aus dem Topf schwappt und das Land überzieht. Ach, nee – im Kinderbuch war das ja dieser Pfannkuchen, der nicht mehr zu stoppen war. Oder wie war das gleich?

A propos stoppen – jetzt kommt die andere Seite: Aus Israel wird berichtet, dass systematische Datenauswertung Terroristen stoppen kann. Und zwar spontane Einzeltäter – nicht ganze Gruppen, die sich zum Morden verabreden. Wie das geht? Nutzungszeiten des Internets und Kommunikationsverhalten, persönliche Hintergründe etc. automatisiert checken und Auffällige, also potenzielle Attentäter, direkt ansprechen. Puh, Menschenleben gegen Freiheit?

Nüchtern hat das Feld, in dem wir uns hier bewegen, vor einer Weile schon Zeynep Tufekci beschrieben:

„The „availability of big data, (the) shift to individual targeting, the potential and opacity of modeling, the rise of behavioral science in the service of persuasion, dynamic experimentation, and the growth of new power brokers on the Internet who control the data and algorithms — will affect many aspects of life in this century.“

Facebook, Journalismus und ein News-Bias?

Erst wurde es geleakt, nun von Facebook selbst veröffentlicht: Das Handbuch für die Mitarbeiter der Trending News. Moment. Trending News auf Facebook? Noch nie gehört? Ich habe auch erst mal gesucht, wo die denn im blauen Universum stecken. Also: Es geht nicht um den Newsfeed, den ja der berühmte Algorithmus produziert, sondern um einen eigenen Bereich, in dem nur wichtige aktuelle journalistische Beiträge zusammengestellt sind. In den USA taucht dieser in einer eigenen Box sichtbar für jeden User auf, bei uns muss man die interne Suche anwerfen.

Die Stories darin werden auch nach Popularität und Aktualität durch einen Algorithmus vorsortiert, aber nicht direkt veröffentlicht. Mitarbeiter von Facebook greifen ein und sollen zum Beispiel Doppelungen oder Nicht-Nachrichten aussortieren. Und genau an dieser Stelle, so der Vorwurf, hätten die Mitarbeiter die Anweisung gehabt, konservative Themen weniger sichtbar zu machen. Das haben jedenfalls ehemalige Mitarbeiter gegenüber dem Blog Gizmodo behauptet. Die Diskussion zu den Vorwürfen jedenfalls ist riesig, geht es doch um eine mögliche Beeinflussung von Politik und das Zusammenwirken zwischen Facebook und dem Journalismus – schließlich ist der blaue Riese mittlerweile der weltweit größte News-Distributor.

Die Wogen stiegen so hoch, dass sich Mark Zuckerberg beeilt hat, sogar Treffen mit konservativen Politikern in den USA vorzuschlagen. Ob die Vorwürfe der massiven Manipulation in dieser Hinsicht überhaupt berechtigt sind, ist eine andere Frage: Der Style Guide, der unter anderem vertrauenswürdige Quellen enthält, erinnert den Guardian denn doch sehr an die Richtlinien von Associated Press – und die gelten gemeinhin als vorbildlich. Inzwischen haben sich wohl auch andere ehemalige Facebook-Mitarbeiter gemeldet und verneint, dass es in der Redaktion einen speziellen politischen Bias oder gar eine Anweisung dazu gebe.

Marketing und Kommunikation

Mal wieder Influencer Relations. Und zur Abwechslung was Selbstkritisches von einem (anonymen) Social Media-Nenschen aus den USA. Er meint, Firmen hätten Influencer mit viel zu viel Geld beworfen. So langsam erst merkten viele Marken, dass die Followerzahl rein gar nichts bedeute. Soso. Manchmal fragt man sich ja, was für Leute in manchen Firmen Budgetverantwortung bekommen.

Wühlen wir uns ein bisschen weiter. Ach ja, Braunkohle und Straßenbau, da könnte man sich jedoch die Finger ein bisschen schmutzig machen. Das ARD-Magazin Plusminus ist bei seinen Recherchen jedenfalls auf sehr unappetitliches Lobbying gestoßen: Eine Bürgerinitiative mit verdächtiger Nähe zu RWE etwa oder auf die über die Wirtschaft finanzierte Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung e.V.. Diese wiederum unterstützt seit vielen Jahren Bürgerinitiativen – Lobbycontrol hat hierzu bereits vor zehn Jahren Infos (pdf ) zusammengetragen. Das Ganze riecht mehr nach Kunstrasen als Asphalt.

Nun aber bitte mal was Konstruktives! Ok, bleiben wir bei Verbänden: Der Bundesverband Digitale Wirtschaft hat einen Leitfaden zur Erfolgsmessung in Social Media vorgestellt, und wenn ich es richtig verstehe, sollen Mitgliedsunternehmen des Verbandes darauf verpflichtet werden. (Update, 17.5.: Missverständnis. Der BVDW stellte in einer Mail klar, dass seine Mitglieder nicht auf das im Leitfaden beschriebene Vorgehen verpflichtet werden). Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Leitfaden wäre mal noch ein separates Thema…

Huschen wir aber weiter durch die Linkliste. Eine Menge Mühe hat sich Meike Leopold gemacht, um herauszufinden, wie sich Corporate Blogs weiter entwickeln könnten. Dazu hat sie lesenswerte Interviews mit acht Verantwortlichen veröffentlicht und ergänzend die Serie #blogfuture gestartet. Im ersten Teil fasst sie zusammen, welche Ziele die Experten für Corporate Blogs sehen. Kurz zusammengefasst: Das Corporate Blog wird als selbst verantwortetes Content Hub gesehen, das nebenbei auf die Sichtbarkeit im Sinne von SEO einzahlt. Insbesondere in der B2B-Kommunikation geht es oft darum, die eigene Kompetenz zu beweisen, direkte Marketingziele sind insgesamt eher selten.

Und dann ist da noch RTL. Der Fernsehsender muss irgendwie mit Böhmermanns #Verafake umgehen und Krisen-PR betreiben. Das hat er am Freitag. Dass es Böhmermanns Team gelungen ist, zwei Schauspieler in die Sendung „Schwiegertochter gesucht“ einzuschmuggeln, ist natürlich ziemlich peinlich, der Knebelvertrag für die Kandidaten nicht minder. Und was macht nun RTL? Das Produktionsteam wurde gefeuert, Fehler in der Sorgfaltspflicht eingestanden. Da ist natürlich praktisch, dass man die redaktionelle Verantwortung an Zulieferer abdrücken kann.

Und jetzt die Werbung

Eine Menge Leute hoffen ja, dass die Umsätze der Online-Werbung immer weiter wachsen. Könnte sein, dass dem nicht so ist, sondern eine Blase platzt. Dies jedenfalls ist der Tenor eines Artikels von Doc Searls. Wer ihn nicht kennt: Co-Autor des Cluetrain-Manifests und Verfechter der Intention Economy. Doch zurück zur werblichen Blasenbildung: Ausgangspunkt seiner Argumentation ist eine Analyse, wonach zwar immer mehr Anzeigen im Netz geschaltet werden, die Werbenetzwerke pro Ad jedoch immer weniger verdienen. Hinzu kommt die Verbreitung von Ad Blockern und dass hochwertige Werbeumfelder immer mehr umkämpft sind und damit die Preise steigen. Und schließlich: Durch das ganze Tracking und Targeting schaden die Werber ihrer eigenen Reputation, argumentiert Searls. Man könnte ergänzen, dass Deals mit AdBlockern, die dann gegen Bezahlung doch Werbung durchlassen (im Netz und on stage auf der rpTEN ), vermutlich die langfristige Akzeptanz von Werbung nicht gerade erhöhen.

Noch ein paar Kurz-Meldungen

  • Instagram wurde ein bisschen poliert, der Designprozess ist nebenan bei Medium beschrieben.
  • Analytics für Snapchat: Marketing und PR-Leute wollen Zahlen. Und weil Snapchat für Firmenaccounts da eine Lücke lässt, gibt es Drittanbieter, die sogar noch zeitversetztes Posten ermöglichen. Ziemlich snappy, aber ich nehme mal an, dass Snapchat einem solchem Treiben bald ein Ende setzt.
  • Auf zu Youtube: Die Videoplattform integriert einen Messenger, damit man die App nicht mehr verlassen muss, um Videos mit Freunden zu teilen oder zu diskutieren. Eigentlich ein überfälliger Schritt, um Nutzer auf der Plattform zu halten.
  • Praktisch gleichzeitig versucht Amazon, Youtube auf Produzentenseite anzugreifen: Wer guten Inhalt zu bieten hat, kann diesen künftig bei Amazon veröffentlichen, der dann über Prime zu sehen ist. Ähnlich wie bei E-Books soll es ein Revenue-Sharing geben.

Endlich: Lifestyle und Unterhaltung

Erst mal eine sehr amerikanische Mini-Story: Budweiser heißt jetzt America. Zumindest bis zur Präsidentinnenwahl. Und warum? Um Biertrinker zu inspirieren, Amerikas und Budweisers geteilte Werte von Freiheit und Authenzität zu feiern. Sowas kann man nur in Presseinfos schwurbeln. Well. Und ja, man könnte fragen, was das denn für ein seltsamer PR-Stunt ist. Aufmerksamkeit haben sie jedenfalls produziert, meine Timeline war voll davon. Beantwortet ist nur nicht die Frage, wie denn das noch dünner schmeckende Bud Light heißen soll. „Canada“, schrieb jemand in meiner Timeline.

prado
Haus am Prado von Havanna.

Von Canada nach Kuba, genauer Havanna: Dort hat sich König Karl Lagerfeld zelebriert und eine Modenschau von Chanel auf den Laufsteg gebracht.Naja, eigentlich war der Prado der Laufsteg: Für sich ist das ein prächtiger Boulevard in eindrücklicher Kulisse. Vielleicht aber auch, weil sich hinter Bäumen, die den Prado säumen, sich noch viele ruinenartige Häuser verbergen, in denen Menschen hausen, die im Monat um die 25 Dollar verdienen. Kuba ist (noch) ein sozialistisches und ein armes Land. Dass sich in dieser Kulisse ausgerechnet eine Nobelmarke inszeniert, finde ich ja eher peinlich.

Zeit für die letzte Aufheiterung: Ein Donald muss noch sein. Wieder einer. Diesmal hat ein argentinischer TV-Sender Donald Trump zum Sportmoderator gemacht  – im Sommer ist der Copa América…